Sigrid Bauer - Praxis fuer Gesundheitsarbeit und Persoenlichkeitsentwicklung
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KiSS- Syndrom

Was ist ein KiSS Syndrom?

KiSS = Kopfgelenk- induzierte- Symmetrie- Störung ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern eine Steuerungsstörung infolge erhöhter Krafteinwirkung auf die noch zarten Kopfgelenke, während Schwangerschaft und Geburt.

Schädelbasis, Atlas (erster Halswirbel) und Axis (zweiter Halswirbel) bilden zusammen mit den zugehörigen Weichteilen die Kopfgelenke. Dieser Bereich ist ein wichtiges Reflexzentrum, welches der Raumwahrnehmung dient und auch die Spannung der Haltemuskulatur steuert. Es bestehen enge Verbindungen zwischen Rezeptoren in diesem Gebiet und dem Gehirn (Sehzentrum, Hörzentrum, Gleichgewichtsorgan). Auch die Stellung des Kopfes relativ zum Körper wird hier wahrgenommen.

Der Muskel- und Bandapparat der Halswirbelsäule

  • leitet durch seine Entspannung den Schlaf ein
  • ist Teil des Bewegungs- und Gleichgewichtsapparates
  • ist verbunden mit den vegetativen Zentren des Gehirns
  • steht in Verbindung mit der Hauptschaltzentrale des Gehirns

Woran ist ein KiSS Syndrom erkennbar?

  • am Schiefhals
  • an Saug- und Trinkproblemen infolge Bewegungseinschränkung
  • an überwiegend seitlicher Kopfhaltung und Blickrichtung
  • am Überstrecken der Wirbelsäule besonders bei Müdigkeit oder beim schreien
  • an Gesichtsasymmetrie bis Schädeldeformationen
  • an asymmetrischer Benutzung der Extremitäten
  • an Haarabrieb am Hinterkopf, in Extremfällen bis Glatzenbildung
  • an anhaltendem Schreien

Was sind mögliche Ursachen eines KiSS Syndroms?

  • lange und erschwerte Geburten mit oder ohne Kristeller Manöver
  • sehr schnelle Geburt oder Sturzgeburt
  • Saugglocken- oder Zangengeburt
  • Kaiserschnitt / Notfallkaiserschnitt
  • Fehllagen im Mutterleib
  • Steißlage / Beckenendlage
  • Mehrlingsgeburt
  • Enge oder Zwangslagen im Mutterleib
  • Übertragungen
  • Geburtsgewicht über 4000g

Durch die in ihrer Stellung beeinträchtigten zarten Kopfgelenke kommt es zu schmerzhafter Bewegungseinschränkung und nachfolgender Fehl- und Zwangshaltung. 

Oftmals werden Eltern beruhigt, dass sich derlei Haltungsasymmetrien "auswachsen". Tatsächlich scheint die Fehlstellung im Nackenbereich samt Symptomen nach einiger Zeit ohne Behandlung verschwunden zu sein, da das Kind inzwischen gelernt hat, wie es seine Fehlstellung und oft auch seine Schmerzen kompensieren kann. Besonders typisch hierfür ist das asymmetrische Krabbeln oder Überspringen der Krabbelphase, sowie das frühzeitige Hochziehen und Laufen, oft zur Freude der Eltern. Oder das Kind will, früher als aus eigener Kraft erlernt, sitzen. Mit diesen Maßnahmen versucht es instinktiv eine schmerzfreie Position einzunehmen.

Was sind mögliche Folgen des KiSS -Syndroms?

Bleibt das Kiss-Syndrom unbehandelt, kann dies im Jungend- und Erwachsenenalter einige Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Häufige Beschwerden sind

  • Halswirbelsäulenbeschwerden
  • Chronische Rückenschmerzen
  • Probleme mit Hüft- und Kniegelenken
  • Bandscheibenvorfall
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Migräne
  • Zahn-/ Kieferprobleme
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Schwindel
  • Unruhe
  • Ein-/Durchschlafstörungen
  • Konzentrations- und Lernschwierigkeiten

Das KISS-Syndrom ist in jedem Alter gut behandelbar. Grundsätzlich gilt, je früher mit der Behandlung begonnen wird, um kürzer ist die Behandlungsdauer und umso ungestörter kann sich das Kind entwickeln.